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Poesie mit "H"

Poesie aus Potsdam

Poetry - Poesie 4u | Ein H wird mittles Lupe vergrößert

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Verse, Gedichte und Geschichten die mit "H" beginnen

Die etwas andere Poesie aus Potsdam


Das "H"

So 'n "H" jawohl – so dacht' ich mal,
sieht aus – fast wie ein Holzregal,
zwei Seiten und dann sehr adrett,
mittendrin – das Mittelbrett.

Den neuesten Vers aus meinem Gedichtzyklus: Pahl 4u - noch ein Gedicht gib es nicht, finden Sie unter "Aktuelles".


Potsdam, 08. Oktober 2017

Hexenschuss und Therapie

Ein Gedicht aus meinem Gedichtband: "Wenn's hinten zwickt, zwickt es."

Der Hexenschuss

Stehst du vor einer Hexe nackt
und hältst du diese fest gepackt,
gibst ihr dann innig einen Kuss …
verdammt da ist er – Hexenschuss!

Du willst brüllen wie ein Stier,
fiepst jedoch wie 'n kleines Tier,
nicht vor Verzücken – beim Beglücken,
nö – du kannst dich nicht mehr bücken.

Jetzt stehst du ohne Hose rum,
kriegst den Rücken auch nicht krumm.
Der Schmerz zieht runter – bis ins Bein
und in den Rücken auch hinein.

Es klingelt Sturm an ihrer Tür,
ihr Gatte ist heut früher hier.
Du stehst da, kannst dich nicht bücken,
die Hose unten – du hast Rücken.

Der Gatte stürmt zu Tür hinein,
so geht es nicht – das darf nicht sein!
Niemals war's so ausgemacht,
dass Arbeit wird nach Haus gebracht.

Oh Gatte, holder – bitte sehr,
hier kommen ständig Leute her,
die mich bedrängen – stets erfreut,
ihr Mann – der ist doch Therapeut …

Schau doch nur mal – dieser Mann,
die Hose kriegt er nicht mehr an,
so steht der nun seit Stunden hier,
ich schob ihn her – fort von der Tür.

Sieh dir doch dieses Elend an,
komm mein Schatz und hilf dem Mann,
der könnte längst zuhause sein,
wärest du nicht so gemein.

Darauf der holde Gatte spricht,
sonst mach ich so was aber nicht!
Er packt den nackten Mann am Steiß,
auf dessen Stirne steht der Scheiß.

Es folgt ein Ruck, sodass es kracht,
der Therapeut kurz herzhaft lacht,
seh'n sie, war doch nicht so schlimm,
Ich krieg jeden wieder hin.

Jetzt zieh'n sie ihre Hosen an,
bevor sie sich erkälten – Mann.
Sonst könnte ich noch missverstehen,
dass sie nackt vor meinem Weibe steh'n.

Du willst weg, sagst Dankeschön,
es wird Zeit nach Haus zu gehen.
Tatsächlich liebst du nun den Mann,
der dir den Fluch der Hexe nahm.

Du denkst noch einmal an den Kuss,
verflucht – nie wieder Hexenschuss.
… und die Moral von der Geschicht',
böse Hexen küsst man nicht.


Potsdam, 03. August 2017

Himmlische Musikanten

Ein Gedicht aus meinem Gedichtband: "Der Ton macht die Musik."

Engelstränen

Einst hing der Himmel voller Geigen,
die Engel tanzten einen Reigen,
als der Gott – vermutlich Thor,
einen großen Groll 'raufschwor.

Erst grummelt's leis, dann folgt ein Blitz,
die Englein kreischen auf – ganz spitz,
dann kracht es laut, man hört es hallen,
die Geigen drauf vom Himmel fallen.

Nun weint der ganze Engelschor,
nur einen freut's – und zwar den Thor.
Empor zum Himmel schau'n die Leut'
und sagen: "Engelstränen regnet's heut."

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